Ratten

Ratten sind zwischen 200 – 500 g schwere Nagetiere, die sich, als gezüchtete Haustiere wachsender Beliebtheit erfreuen, während sie als wild lebende Tierart mit unterschiedlichsten Attributen belegt wird.

Bereits kulturbedingt ergeben sich unterschiedliche Haltungen gegenüber Ratten. In indisch-asiatischen Gegenden werden Ratten z.B. als Symbolträger für Glück, Intelligenz, Kreativität und Ehrlichkeit verstanden, während die westliche Welt sie eher mit negativen Attributen belegt, wie z.B. verschlagen, feige, hinterhältig.

In Europa hat sich der Trend, gezüchtete Farbratten zu halten, bereits seit 1980/90 durchgesetzt. Züchter stellten fest, dass Ratten, die als Haustier gehegt und gepflegt werden, nicht nur verschmust und lieb, sondern auch recht klug sind. Die Gefahr von Krankheitsübertragungen durch gezüchtete Ratten auf den Menschen seien, wenn man den Züchtern glauben darf, weniger gegeben, da Farbratten kaum mit Bakterien und Keimen in Verbindung kommen und sehr reinliche Tiere sind, die sich mehrmals am Tage putzen.

Zoologisch zählen Ratten (Rattus) zu der Gruppe „Murinae“ (Altweltmäuse/Langschwanzmäuse), die sich in 65 verschiedene Arten unterteilen und in Australien, Neuguinea und Südostasien beheimatet sind. Weltweit hat sich die Wanderratte (Rattus norvegicus), sowie die Hausratte (Rattus rattus) verbreitet und dem menschlichen Wohnumfeld angepasst. Die gezüchtete Farbratte wird unter dem zoologischen Namen „Rodentia“ der Klasse „Mammalia“ (Säugetier) und der Unterklasse Eutheria (Höhere Säugetiere) zugeordnet.

Die vielseitig bekannte Abneigung gegen Hausratten und Wanderratten drückt sich nicht nur im allgemeinen Sprachgebrauch, sondern ebenso in der Literatur aus. Der Begriff „Ratte“ wird in seiner symbolischen Bedeutung nicht selten als Verweis auf negative Umstände eingesetzt, wie z.B. „Rattenloch“ für ein übel wirkendes Verließ, „Rattenschwanz“ im Sinne unangenehmer Verknüpfungen.

Ratten, im Weiteren als Wander- und Hausratte gemeint, werden zwischen 2 – 3 Jahre alt und erreichen eine Gesamtlänge bis zu 45/50 cm, wobei etwa 18/20 cm auf den fast kahl wirkenden Schwanz entfallen, der nur mit einem Hauch von Fell überdeckt ist. Ratten können bis zu 500 g schwer werden, wobei sich diese Maße nur auf durchschnittliche Angaben beziehen.

Je nach Art der Ratte kann das schwarz-graue Fell zwischen weich bis stachelig variieren. Die spitze Schnauze der Ratten beherbergt 16 Zähne, mit wurzellosen Schneidezähnen. Ratten verfügen über einen hoch ausgebildeten Geruchssinn, der der Nahrungssuche und Kommunikation dient. Erstaunlich ist vor allem das Gehör der Nager, das selbst Geräusche aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen kann.

Zwar können Ratten durchaus auf Bäume klettern und einige Arten leben als „Baumbewohner“, doch die Wander-und Hausratten, die sich als „Kulturfolger“ dem Menschen angeschlossen hat, bevorzugen in der Regel ebenerdige Unterschlüpfe, Mauerspalten oder Erdbaue. Ratten sind soziale Lebewesen und leben in Gruppen bis zu 50/60 Tieren. Die Allesfresser lieben Früchte, Nüsse, Körner, Insekten und Lebensmittel, wie z. B. Brot. Wanderratten bevorzugen als Fleischfresser Eier, Vögel, Fische und andere kleine Wirbeltiere.

Etwa mit drei bis fünf Monaten werden Ratten geschlechtsreif. Eine schwangere Hausratte trägt etwa 21 bis 22 Tage aus und ist durchaus in der Lage, zwölf Mal im Jahr zu werfen. Oft sind es Würfe von bis zu 8 oder 10 Jungtieren.

Ratten als Schädlinge

Frei lebende Ratten übertragen, im Gegensatz zu gezüchteten Farbratten, von denen von Züchtern eine hohe Reinlichkeit nachgesagt wird, verschiedene Krankheitserreger und Bakterien auf den Menschen, wie z. B. Salmonellen, Rattenfloh, Borrelien u.v.a. Aus diesem Grunde sollten Wander- und Hausratten nicht im unmittelbaren Umfeld von Menschen geduldet werden.

Auch in Landwirtschaft und Gartenbau können Ratten großen Schäden anrichten, indem sie Knollen und Wurzeln zerstören, Gemäuer zernagen, Wasserleitungen demolieren und das Wasser äußerst gesundheitsschädlich kontaminieren. Die bakterielle Erkrankung „Weil-Krankheit“ wird nicht selten durch den Urin der Ratten verursacht.

Ratten, die sich auf der Flucht vor Menschen befinden und in eine für sie bedrohliche unentweichbare Gefahrenzone geraten, sind in der Lage anzugreifen. In einem solchen Fall kann die Ratte dem Menschen entgegenspringen und sich derartig festbeißen, dass der Biss kaum zu lösen ist.

Rattenbekämpfung

Die ausgesprochene Klugheit von Ratten macht die Rattenbekämpfung zu einem nicht leichten Unterfangen. Frißt beispielsweise eine Ratte einen Giftköder und verendet innerhalb kurzer Zeit daran, werden die anderen Ratten der Gruppe nicht den gleichen Fehler machen, weshalb die von professionellen Schädlingsbekämpfern verwendete Rattengifte zeitverzögert wirken.


Schädlingsbekämpfung in Nürnberg

Maxbrücke Nürnberg, die Stadt der Menschenrechte, der Spielwarenmesse, der Rostbratwurst und der Doppelburg ist nicht nur Heimatstadt Albrecht Dürers, sondern auch als zweitgrößte Stadt Bayerns häufiges Einsatzgebiet für die Schädlingsabwehr Bayern.