Mäuse

Mäuse gehören der Ordnung der „Rodentia“, Nagetiere an, die sich in die Unterordnung „Myomorpha“, also „Mäuseverwandt“ unterteilen. Zoologisch differenzieren Fachleute die Zuordnungen hierarchisch in Abteilungen, Stämme, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art. Insofern sind Mäuse, wie auch Ratten, der Familie der „Muridae“, Langschwanzmäuse, genauer der Unterfamilie „Murinae“, Altweltmäuse zuzuordnen.

Die Unterfamilie der Altweltmäuse umfasst eine reichhaltige Variation von Tieren, wie z.B. Riesenborratten, die bis zu 2 kg schwer werden können, als auch die Zwergmaus, die mit etwa 7 g zu den kleinsten mäuseartigen Tieren zählt.

Mäuse sind Nagetiere, die wissenschaftlich mit dem Begriff „Mus“ bezeichnet werden. Von etwa 40 bekannten Arten ist die Hausmaus (Mus musculus) im europäischen Bereich sicherlich die bekannteste. Mäuse können bis zu 3 Jahre alt, 35 g schwer und 23 /24 cm lang werden, wobei etwa 12 cm auf die Kopf-Rumpf-Länge und circa 11 cm auf die Schwanzlänge entfallen. Die Farbvariationen des teilweise weichen bis stacheligen Fells erstrecken sich von schwarzbraun über grau-braun, bis hellgrau.

Es ist davon auszugehen, dass die heute bekannten Mäuse (Haus-, Feld- und Farbmäuse) ursprünglich von der, aus dem persischen Hochland stammenden „Mus musculus bactrianus“ abstammen und in den Steppen der Mittelmeergebiete, sowie in Südostasien beheimatet waren. Mäuse existieren bereits seit mehr als 11.000 Jahren und noch heute leben mehr als 50% der verschiedenen Arten in den genannten Gebieten. Inzwischen haben sich die Mäuse weltweit verbreitet und seit Beginn des Ackerbaus (Jungsteinzeit/ Mesopotamien 11.000 v. Chr./ Europa 7.000 v.Chr.) schlossen sich einige Arten dem Wohnumfeld der Menschen an. Bevorzugt leben Mäuse allerdings in Wäldern, Steppen, Savannen und Felsgebieten. Die Hausmaus, als Kulturfolger, versteckt sich nicht selten in Erdnischen, Mauerecken, Kellern, Gartengeländen usw.

Mäuse, die als Kulturfolger im Wohnumfeld der Menschen leben, werden in der Regel als Plage bezeichnet, denn ihre Nahrungsquellen sind Kornkammern, Vorratsräume, Küchen und andere Nahrungsmittel spendende Räumlichkeiten. Mäuse, die als Albino, also ganz weiß, geboren wurden, galten in manchen Gegenden, wie z.B. in China, allerdings als heilig und wurden bereits vor mehr als 2000 Jahren gezüchtet. Seit mehr als 300 Jahren gilt Japan als „qualifiziertes“ Zuchtgebiet, wobei einige Züchtungen, wie z.B. Tanzmäuse, Nacktmäuse, Lockenmäuse, Orangemäuse oder Mäuse ohne Schwänze den Tieren große Qualen bereiten. Bei solchen Züchtungen handelt es sich um die Fortpflanzung verschiedener Gendefekte (Tanzmaus - Taubheit/Orientierungsschwächen, Orangemäuse – Fettleibigkeit selbst bei Diät usw.)

Sogenannte „Farbmäuse“ werden inzwischen gerne als Haustier gehalten. Bei ordnungsgemäßer Zucht handelt es sich um gesunde Mäuse mit unterschiedlicher Fellfärbung, wie z.B. rein braune, schwarze, graue, weiße Mäuse. Eine (gen-)gesunde weiße Maus besitzt im Gegensatz zu den Albinos keine roten, sondern schwarze Augen. D.h. es handelt sich in dem Fall um eine entsprechende Farbpigmentierung, anstelle der fehlenden Pigmentierung.

Mäuse sind in der Regel nachtaktiv, wobei viele „Kulturfolger“ sich inzwischen der Tages- und Nachtzeit angepasst haben. Mäuse sind gute Kletterer und können ohne Probleme Felsen, Bäume und raue Mauern erklimmen. Vorwiegend bevorzugen sie jedoch als Bodenbewohner kleine Mauernischen oder Erdlöcher als Unterschlupf. Ihre Nahrung setzt sich aus Wurzeln, Samen, Blättern, Obst u. v. m. zusammen.

Mit ihren seitlich sitzenden Augen sind sie in der Lage, ihren Aufenthaltsbereich rundum recht gut zu überblicken. Zwar fehlt ihnen ein räumliches und farbliches Sehvermögen, was sie jedoch mit einer raschen Wahrnehmung von Bewegungen ausgleichen. Mäuse sind in der Lage, ihre Ohren unabhängig voneinander in die verschiedenen Richtungen zu bewegen und die bewundernswerte Feinheit ihres Gehörs, schützt sie vor herannahenden Gefahren. Mit ihrer sehr fein ausgeprägten Nase erfassen sie schnellstens, an welchen Stellen essbare Nahrung auf sie wartet.

Mäuse sind sehr gesellige Tiere und leben in der Regel in Rudeln. Dort, wo eine Maus gesichtet wird, kann man davon ausgehen, dass sich auch weitere aufhalten.


Schädlingsbekämpfung in Nürnberg

Maxbrücke Nürnberg, die Stadt der Menschenrechte, der Spielwarenmesse, der Rostbratwurst und der Doppelburg ist nicht nur Heimatstadt Albrecht Dürers, sondern auch als zweitgrößte Stadt Bayerns häufiges Einsatzgebiet für die Schädlingsabwehr Bayern.